Einblick in das neue Amazon-Logistikzentrum auf dem Steitzhof

Bei einem Besuch vor Ort konnten sich die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestpfalz (WFG) gemeinsam mit den Mitgliedern des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung einen Eindruck vom neuen Amazon-Logistikzentrum auf dem Steitzhof verschaffen. „Neben den Gremiensitzungen ist es wichtig, auch einmal hinter die Kulissen blicken zu können, wie heute auf der Amazon-Baustelle. Für die WFG war die Ansiedelung auf dem Steitzhof seit dem ersten Gespräch im Februar 2020 mit dem Projektentwickler Scannell eine sehr zeitintensive Angelegenheit“, so Miriam Heinrich, Geschäftsführerin der WFG. Ausgestattet mit reflektierenden Sicherheitswesten, -helmen und -schuhen ging es auf den rund 45-minütigen Rundgang auf der Baustelle, auf der insgesamt Sicherheit großgeschrieben wird.

501 Bauarbeiter aus unterschiedlichsten Gewerken sind an diesem Tag auf der Großbaustelle, und in der rund sieben Fußballfelder großen Halle laufen die Vorbereitungen für den Betriebsstart auf Hochtouren. Laut Joelle Missun, der stellvertretenden Standortleiterin, ist die Fertigstellung rechtzeitig zum kommenden Weihnachtsgeschäft vorgesehen, um dieses noch mitzunehmen; genauere Angaben zum Zeitplan wollte sie jedoch nicht machen.

Mitte September seien 1.015 Arbeitsverträge für den Versandbereich und 300 weitere für Verwaltung und Betriebsführung unter Dach und Fach. „Es könnten zwischen 1.600 und 2.100 Menschen bei Amazon in Zweibrücken beschäftigt werden“, stellte Missun in Aussicht.  Viele Bewerberinnen und Bewerber kommen aus Zweibrücken und Contwig, aber auch aus Pirmasens, Homburg, Neunkirchen und St. Ingbert. Amazon setzt Busse ein, um die Mitarbeiter zu ihrem Schichtbeginn auf das Firmengelände zu transportieren.

Auch technisch nimmt das Logistikzentrum zunehmend Gestalt an: Rund zehn Kilometer Förderbänder werden installiert, Verpackungsanlagen aufgebaut und insgesamt etwa 2.500 mobile Roboter stehen für den künftigen Betrieb pro Etage bereit. Sie sollen Waren aus rund 32.000 mobilen Regalen zu den jeweiligen Arbeits- und Versandstationen transportieren, einige Testläufe werden bereits absolviert. Von der einstigen Idee, großvolumige Waren über Zweibrücken zu versenden, ist man mittlerweile abgekommen: jetzt sind es kleinteilige Waren, die in eine kleine schwarze Kiste passen. Diese werden mit neuester Technik verpackt und auf den Weg gebracht. Darunter befindet sich auch eine Maschine, die Verpackungspapier von einer großen Rolle auf die benötigte Größe schneidet und verschließt. Insgesamt können am Standort etwa 450.000 verschiedene Artikel pro Tag verpackt und versandt werden, allerdings nicht direkt an den Kunden. Amazon auf dem Steitzhof sortiert und verpackt die Bestellungen, die dann zunächst an ein Verteilzentrum gehen und von dort aus an die Kunden. In den ersten drei Wochen vor Inbetriebnahme sollen zwischen fünf und sechs Millionen Artikel eingelagert werden.

Damit der Betrieb gut läuft, werden die Beschäftigten im Dreischichtbetrieb arbeiten. Dabei bleiben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Regel dauerhaft in der von ihnen gewählten Früh-, Spät- oder Nachtschicht. Ein späterer Wechsel ist grundsätzlich möglich. Sehr beeindruckt zeigten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Baustellenbesichtigung von den Dimensionen des Gebäudes: Die Halle ist rund 354 Meter lang und 144 Meter breit: was von außen schon sehr imposant aussieht, ist von innen noch viel eindrucksvoller. Durch zwei zusätzliche Zwischenebenen entsteht eine Nutzfläche von etwa 51.000 Quadratmetern. Auf dem Dach wurde zudem eine Photovoltaikanlage installiert.

Errichtet wurde das Gebäude bereits 2023 durch das Unternehmen Scannell mit Blick auf eine mögliche Nutzung durch Amazon. Nach einer vorübergehenden Nutzung im Weihnachtsgeschäft 2024 fiel im Juni 2025 schließlich die Entscheidung, den Standort dauerhaft auszubauen, d. h. das Gebäude wurde zunächst komplett entkernt, um ganz nach den Bedürfnissen von Amazon, zum Beispiel die technische Ausstattung betreffend, auf- und umgebaut zu werden: dafür investiert Amazon nach eigenen Angaben einen dreistelligen Millionenbetrag.

Die Besichtigung machte deutlich, welche Dimensionen das neue Logistikzentrum hat und welche Bedeutung der Standort künftig als Arbeitgeber für die gesamte Region haben kann. Miriam Heinrich: „Wir bedanken uns bei Amazon, dass wir einen Eindruck von den aktuellen Arbeiten vor Ort gewinnen konnten.“

Fotos: WFG Südwestpfalz

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Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestpfalz (WFG) gemeinsam mit den Mitgliedern des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung vor Ort bei Amazon

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Im Gebäude beeindrucken die imposanten Ausmaße

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Die besondere Maschine verpackt passend zur Größe des bestellten Artikels

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Landrätin Dr. Susanne Ganster und Wirtschaftsförderin Miriam Heinrich zeigten sich beeindruckt, was 501 Bauarbeiter gerade leisten, um zum Weihnachtsgeschäft startklar zu sein

 

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