Rund 30 Mitarbeitende, hochspezialisierte Kunststoffprodukte und Kunden auf der ganzen Welt: Röchling Industrial in Ruppertsweiler zeigt, wie Unternehmen aus der Südwestpfalz mit besonderen Kompetenzen international erfolgreich sind. Rund 79 Prozent des Absatzes entfallen auf Auslandsmärkte. Jetzt rückt ein weiterer Zukunftsmarkt in den Blick: die Medizintechnik.
Welche Chancen sich daraus ergeben und wie sich das Unternehmen für die Zukunft aufstellt, erfuhren Miriam Heinrich, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestpfalz (WFG), und Klaus Weber, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land, bei einem Unternehmensbesuch.
Mit Spezialisierung auf den Weltmarkt
Die Geschichte des Standorts begann 1969 unter dem Namen Sandt-Hydroma mit der Herstellung von Spezialmaschinen, insbesondere für die Leder-, Textil- und Dichtungsindustrie. Seit 2001 gehört der Standort zur Röchling-Gruppe. Heute produziert das Unternehmen unter der Marke Hydroma hochspezialisierte Kunststoffprodukte, darunter Stanzplatten, kundenspezifische Fertigteile, Schneidbretter und perforierte Platten, die weltweit zum Einsatz kommen. Die Stanzplatten kommen unter anderem bei international tätigen Herstellern von Sportartikeln zum Einsatz.
Der internationale Erfolg beruht auf besonderen Fertigungskompetenzen und einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Produktion. Röchling Industrial investiert in moderne Fertigungsverfahren, automatisiert Produktionsprozesse und setzt auf die Wiederverwertung von Kunststoffresten.
Medizintechnik als neuer Zukunftsmarkt
Die vorhandenen technologischen Kompetenzen eröffnen dem Unternehmen auch Perspektiven jenseits seiner bisherigen Absatzmärkte. Besonders im wachsenden Medizinsektor sieht die Geschäftsführung neue Geschäftschancen.
Die Medizintechnik stellt hohe Anforderungen an die Qualität und Präzision von Bauteilen, an Materialeigenschaften und die Zuverlässigkeit der Verarbeitung. Diese Anforderungen bieten interessante Anknüpfungspunkte für die vorhandenen Fertigungskompetenzen von Röchling Industrial.
„Unsere hohe Spezialisierung und die Qualität unserer Produkte sind entscheidend für unseren internationalen Erfolg. Durch die kontinuierliche Optimierung unserer Produktionsprozesse und weitere Investitionen wollen wir den Standort Ruppertsweiler langfristig stärken und neue Marktpotenziale erschließen“, erklärte Standortleiter und Geschäftsführer Maximilian Bruch.
Neben der Erschließung neuer Märkte beschäftigt das Unternehmen auch die Sicherung seines Fachkräftebedarfs. Perspektivisch möchte Röchling Industrial in die betriebliche Ausbildung einsteigen und seine Bekanntheit als attraktiver Arbeitgeber in der Region steigern.
Wirtschaftsförderung unterstützt bei Innovationen und neuen Geschäftsfeldern
Bei der Entwicklung neuer Technologien und der Erschließung neuer Geschäftsfelder können Unternehmen mit der Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung rechnen. „Wir helfen, passende Förderprogramme zu finden und Kontakte zu Forschungseinrichtungen und Technologiepartnern herzustellen. Damit unterstützen wir Unternehmen konkret bei ihren Innovations- und Entwicklungsvorhaben“, so Miriam Heinrich, Geschäftsführerin der WFG Südwestpfalz.
Klaus Weber, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land, unterstrich die Bedeutung des Unternehmens für die Region: „Röchling Industrial zeigt, welche besonderen Kompetenzen in unserer Verbandsgemeinde vorhanden sind. Der Betrieb ist eine wichtige Säule unseres Wirtschaftsstandorts und trägt mit ihren Investitionen und als Arbeitgeber zu seiner Zukunft bei.“
Fotos: Martin Seebald

Schneidebretter von allerbester Qualität kommen aus Ruppertsweiler.

Miriam Heinrich, Geschäftsführerin WFG Südwestpfalz (links), und Klaus Weber, Verbandsbürgermeister Pirmasens-Land (rechts), erfahren von Maximilian Bruch, Geschäftsführer von Röchling Industrial, mit welchen besonderen Kompetenzen das Unternehmen international erfolgreich ist.

Wiederverwertung von Kunststoffresten spielt eine große Rolle bei dem innovativen Unternehmen.

Röchling Industrial investiert kontinuierlich in moderne Fertigungsverfahren und setzt auf automatisierte Produktionsprozesse.

